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kiddo_o85
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Hallo liebe Leute, endlich hab ich mich mal wieder dazu durchgerungen, hier was zu schreiben. Und schon geht's los.
Ich war am Montag nach der Uni in einem jap. Kindergarten. Wie es dazu gekommen ist, ist ne längere Geschichte, aber auf jeden Fall war ich mit nem Chinesen in meiner Funktion als Vertreter nichtjapanischer Menschen dort.
Der Kindergarten war riesig (an die 300 Kinder). Japanische Kindergärten nehmen ihren Erziehungsauftrag sehr ernst und im Prinzip find ich das auch gut, aber eine Sache gab es da doch, die mich verwundert hat. Die Kinderchen hier stehen ja in dem Ruf sehr... ähm brustfixiert zu sein, soll heißen, das sind ganz schöne Grabbler. Ja auch ich wurde Opfer von Grabbelattacken, aber mein Gott, es sind halt noch Kinder und ich bin nicht pädophil(auch wenn ich eine gewisse Petition gegen KiPo- Sperren im Netz unterzeichnet habe).

Allerdings könne die Kinder auch gar nix dafür, dass sie so brustversessen sind. Das weiß ich daher, dass in der Klasse, in der ich war, kurz vor dem Mittagessen folgendes Buch vorgelesen/angeguckt wurde:


Der Titel bedeutet übersetzt natürlich "Die (weibliche) Brust."
Und der Inhalt des Buches besteht darin, dass man erst in der gefühlten Größe A2 den Ausschnitt von Tierbrüsten sieht und die Kinderchen müssen raten, zu welchem Tier die Zitzen passen. Nur fürs Protokoll: Elefant, Ratte, Schwein.
Als letztes kommt ein Bild von einer menschlichen Brust und die Moral ist in etwa "Wir müssen unserer Mami auf ewig dankbar sein, dass sie uns so schön gestillt hat". okay....

Nele, die ja unter anderem zum Theam Schwangerschaft in Japan forscht, meint, dass das mal wieder ein Indikator dafür ist, wie sehr japanische Frauen unter Druck gesetzt werden, stillen zu müssen.

Current Location: in Japan...noch wähhhhhhh
Current Mood: wtf
Current Music: Maximilian Hecker

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Hätte nicht gedacht, dass Mama es noch packt, aber sie hat das Rätsel geknackt. Es handelt sich tatsächlich um einen (mehr oder weniger sinnvollen) Büroklammeraufbewahrer, -halter.




Es war also nicht unlösbar. Obwohl der Tip mit dem Magneten wohl auch geholfen hat.
Mein Problem jetzt ist nur: Bekommt der erste Platz das am leckersten wirkende Kitkat oder das "interessanteste".... Hm na mal sehn.
Die Gewinner sind jedenfalls Mama, "Shizuka"(qing?) und Smile. Ein gewisser Designerklobürstenliebhaber kann sich hier nämlich auch selbst verrückte Kitkats kaufen. Basta.

Gehn heut zum Taiko- Konzert, juchu, jedenfalls wenn wir reinkommen, es is nämlich umsonst und wer zuerst kommt, kommt zuerst rein.

Current Location: Auf dem Sprung
Current Music: Superfly

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Die erste Woche des neuen Semesters ist rum und so langsam wird es wohl Zeit, die ganzen Rückstände im Journal aufzuholen. Aaaber erstmal habe ich wieder ein Rätsel parat. Ja ein richtiges Rätsel. Es gab nämlich im CIRE mal wieder kostenloses Zeug zum Plündern und dabei entdeckt man ja immer die wunderlichsten Sachen. Ich erinnere nur an den Briefaufschlitzer...

                               

Und so lautet die  allseits bekannte Frage: Was ist das? Es kann auch so (siehe oben) aussehen.
Um es diesmal etwas spannender zu machen gibt es PREISE! Die drei treffendsten/kreativsten
Vorschläge(falls denn überhaupt so viele kommen) für den Gebrauch dieses wundersamen Objektes
bekommen von mir Kitkats. Aber nicht irgendwelche, denn Japan ist nicht nur das Land der aufgehenden
Sonne, sondern auch das Land der seltsamen Kitkatsorten.


Und das sind sie. Von rechts nach links: Zitrone, Süßkartoffel(ich nehme zumindest an, dass es Süßkartoffel ist, steht zwar "Universitätskartoffel" drauf, aber da es vor der Prüfungszeit nur eine begrenzte Zeit erhältlich war, glaube ich, es hängt damit zusammen.) und als drittes im Bunde die Geschmacksrichtung Jasmintee.
 
Also dann mal her mit den Kommentaren. Einsendeschluss ist der 2. 3. Mai(weil Muttertag is) 2009. Die Zuteilung der Preise erfolgt über mein Gutdünken, sofern mir die Gewinner eine Adresse mitteilen, an die ich sie schicken kann(muss ja nicht hier im LJ sein, ich hab auch E-Mail). Ich gebe die Adressen auch bestimmt nicht an Dritte weiter....vorerst ;)

Da ich von einer mir nahestehenden Person um einen Hinweis für das Rätsel gebeten wurde, hier kommt er:
Die Lösung des Rätsels ist magnetisch.
(27.04.09 Alles Gute zum Geburtstag AMO!!!)

Current Mood: lazy lazy

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Es ist Frühling! Was mich als Allergiker sonst veranlasst, meinen Taschentuchvorrat aufzustocken, ist hier in Meeresnähe kein Problem. Und wofür steht Frühling? Natürlich. Fruchtbarkeit. Wofür wir Ostern haben(nein da ist nicht nur irgendson Hippie wiederauferstanden), hat ein bestimmter Schrein in Kawasaki ein (Penis-)Fest. Im Großen und Ganzen ist das halt ein Matsuri, wie man's so kennt. Nur eben mit mehr Penis(teilweise auch Klitoris, man will ja nicht allzu sehr diskriminieren).


Das ist einer der Schreine, die es dort gab. Soweit noch nix Besonderes, ne.

                                                 
Aber hallo! Wen haben wir denn da?                                            Der schwerere Mikoshi.

Zum Fest werden die Mikoshi(tragbare Shinto- Schreine, die Götter befördern sollen) einmal in einer Art Umzug durch die Straßen getragen. Das rosa Etwas im oberen Bild ist der (Schaumstoff-) Penis der Transvestiten. Das Fest dient nämlich (zumindest laut dem, was der anscheinend ziemlich besoffene Typ an der Lautsprecheranlage durchgesagt hat) dem Zelebrieren von Leben und Toleranz. Weswegen es auch ganz toll war, dass ausländische Kamerateams da waren und pipapo (alles Zitat Lautsprechermann).
Die Ausländerdichte war tatsächlich so hoch, dass ein paar Japaner, deren Unterhaltung ich nachmittags belauschte aufschnappte, meinten, sie wären ins Ausland versetzt. Schon beim Hinfahren folgten Martin und ich der Devise, uns einfach in den Schlepp der anderen Ausländer zu hängen, um den Weg zu finden.

Was gab es da denn nun so alles?

        
Vom schicken Kopftuch(völlig überteuert)...                                                      über interessante Vasen....


                   
...bis zum Lutscher für Groß und Klein.(Unkenntlichmachung von mir. Bin schließlich nicht die Bild- Zeitung.)

Anstrengend war nur, dass es  so voll war. Und ich wohn in der Nähe von Tokyo. Wenn es so voll ist, dass es mich stört, ist es WIRKLICH voll. Und dann die Omas, die einen aus dem Weg boxen, um nen Penislutscher zu ergattern...(Als ob ich meinen Platz in der Schlange einfach aufgeben würde! HAH!)
Zusammenfassend würde ich sagen, dort gab's alles. Nur in Penisform. Warum auch nicht?

Da ich hiermit den Sexappeal des Journals um gefühlte 218% gesteigert habe, hoffe ich, dass auch die Kommentare etwas zunehmen. Sex sells oder?

Current Location: an der Grenze zum Reich der Träume
Current Mood: sleepy sleepy
Current Music: Porno Graffiti- Best Blues

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Lang ist er her der zweite Januar. An diesem Tag hat der Tenno seine Neujahrsansprache gehalten und da das eine von zwei Gelegenheiten ist, sich dem Kaiserpalast in Tokyo zu nähern(die andere ist der Geburtstag des Tenno am 23. Dezember) machten wir uns auf nach Tokyo. Wir waren in dem Fall ich, Tofu, Nele, Weston, Andrea und Matt, ein Freund von Weston, der aus Osaka zu Besuch da war. Übrigens war richtiges Kaiserwetter hrhr.
Aber erstmal hinzukommen war gar nicht so einfach. Zuerst sind wir nämlich zum falschen Tor gelatscht, denn durch selbiges kam man nur aus dem kaiserlichen Garten raus aber nicht rein. Ja die Logik, dass man da hingeht, wo die anderen Leute herkommen, funktioniert eben nicht immer. (Später begriffen wir auch, warum das so organisiert war.)


Ein Teil des Kaiserpalastes(früher natürlich Sitz des
Shogun).

So sind wir also nochmal um den halben Komplex rumgelaufen und schließlich doch hineingekommen. Zum Sicherheitscheck. In zwei Stationen wurden erst unsere Taschen und dann wir selber kontrolliert. Was mich dazu veranlasste, mich zu wundern, dass wir nicht die Schuhe ausziehen und abgeben mussten(da war gerade der Schuhwurf auf Bush aktuell). Ach, bin ich nicht witzig?
Als wir denn endlich drin waren, wurden wir prompt von einer Reporterin samt Kameramann angequatscht, ob wir denn wüssten, dass man heut den Tenno sehen kann und dass der ein ganz wichtiges Symbol für das japanische Volk ist und blablabla. Na sowas! Wo wir doch nur gekommen waren, um die Gartenanlagen zu bewundern! /Ironie off/
Wir sind dann jedenfalls zu dem Platz gewackelt, wo ER erscheinen sollte. Und haben gewartet und gewartet und...
Als sich der Platz dann redlich gefüllt hatte, tauchte dann schließlich auch der Tenno samt Anverwandten auf. Der Mann is irgendwie so... niedlich! Und in seiner Ansprache ist er auf die wirtschaftlichen Probleme eingegangen und hat gesagt, dass er hofft, dass alle trotzdem ein gutes Jahr 2009 erleben und dass er dafür betet, dass die Welt endlich Frieden findet. Er spricht sehr langsam und deutlich deshalb habe ich auch Einiges verstanden. Wir hatten übrigens beim Reingehen kleine "Hi no Maru"-Plastefläggchen(ja so heißt die japanische Flagge ihr Banausen) bekommen und alle wedelten wie wild und es waren auch viele "Banzai"- Rufe zu hören. In meiner Nähe stand auch einer, der zusätzlich noch eine Kriegsflagge der japanischen Marine mithatte(die mit den Strahlen an der Sonne), was mir ein wenig suspekt war, aber als ich gaanz unauffällig seinem Gespräch mit seinem Nachbarn lauschte, schien er eher linksgerichtet zu sein. Das ist übrigens der Ausländerbonus. Man kann sich einfach hinstellen und die Japaner ungeniert belauschen, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass ein Ausländer sie verstehen könnte. Aber überhaupt war die Ausländerdichte an diesem Tag für mein Empfinden ziemlich hoch. Ich habe mir sagen lassen, dass der Durchschnittsjapaner sein Neujahr auch eher mit Gammeln verbringt und sich die Ansprache höchstens im Fernsehen anschaut. Vielleicht liegt es ja daran. 


Und da sind sie. Ganz klein. Die kaiserliche Familie.                                           *Jubel*
Zumindest ein Tiel davon.

Als die Ansprache vorbei war, wurde die Menge zum Ausgang geleitet. Was etwas dauerte, denn man kam höchstens im Schrittempo vorwärts, weil's einfach so wahnsinnig voll war.

 Ja so voll in etwa.



Was denn wohl auch der Grund für das anfangs erwähnte Eingangs- Ausgangssystem war.
Danach wäre es blöd gewesen, schon wieder nach Hause zu fahren und so sind wir noch nach Ueno und später noch mal kurz nach Roppongi, soweit ich mich erinnere. Aber das Highlight war dann noch Odaiba. Odaiba ist eine kleine Insel in der Bucht von Tokyo und dort fährt relativ neu eine Bahn(die Yurikamome- Linie), die nach Einbruch der Dunkelheit einen wahnsinnigen Blick bietet auf die Rainbow. Bridge und das Riesenrad etc.



      

Blick von Odaiba aus. Mit der Bahn fährt man auch über
die Brücke drüber, würde ich sehr empfehlen.

Current Location: hier
Current Mood: WAKUWAKU~
Current Music: D. Gray- Man ST

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So langsam wird es Zeit, mit der Aufarbeitung vergangener Ereignisse anzufangen. Diesmal beschäftige ich mich mit dem ersten Januar 2009. In Japan ist es Brauch, an diesem Tag in den Tempel bzw. in den Schrein zu gehen und für ein glückliches neues Jahr zu beten. Das ganze heißt, wie schon im Titel angekündigt, Hatsumoude. Es ist übrigens völlig egal, ob man nun zum Tempel(buddhistisch) oder Schrein(shintoistisch) geht. Das weiß ich aus einer Sondersendung, in der Beat Takeshi die Hintergründe japanischer Neujahrsbräuche erklärt hat. Im Rahmen dessen kam nämlich die Frage auf, wo man am besten hingeht und die darauf konsultierten Mönche/ Priester erklärten einstimmig, dass das völlig egal sei. Das muss man sich mal bei uns vorstellen. Angenommen man fragt einen katholischen Priester und einen evangelischen Pfarrer, ob man zu Weihnachten eher zur Messe oder in den Gottesdienst gehen soll... und die gehören eigentlich der gleichen Religion an ne.

Wir sind jedenfalls mit dem Fahrrad zum nächstgelegen Schrein in Inage gefahren.


Nur ein kleiner Eindruck wie voll es da war.

Es gibt hier den Brauch, alte O- Mamori (Talism.. äh Glücksbringer) und so zu verbrennen. Natürlich muss man deshalb gleich neue kaufen. Habe auch einen Glückspfeil erstanden, ist ja schließlich das Jahr des Büffels, also meines Tierkreiszeichens. ZU SCHADE, dass ich nächstes Jahr nicht hier sein werde, um ihn zu verbrennen, sowas aber auch. Das bringt bestimmt schreckliches Unglück, aber hey, immerhin hat das Teil 1000 Yen gekostet. Überhaupt ist das mit dem Verbrennen so ne Sache... Ich hab ja nix dagegen, aber sollte man die Sachen, die man verbrennt, nicht wenigstens vorher aus der Plastikverpackung nehmen? Einige Leute machen sich nicht mal die Mühe, ihre Glücksbringer aus der Plastikeinkaufstüte zu nehmen, da fliegt einfach alles ins Feuer. Dementsprechend riecht's da auch.

Hier sieht man das Feuerchen.

Zumindest war es ein kleiner Trost, da wir ja auf's Böllern zu Silvester verzichten mussten. (Zündeln ~yay~)

Was mich ein wenig irritiert hat, war die Omnipräsenz von "Hello Kitty".  Ob Schreinlampen(?)deko oder als Verzierung von O- Mamori(ja auch ich besitze seit dem 1.1. ein "Hello Kitty"-O- Mamori).
          

Ist das nicht, als würde man Kirchen mit Mickey- Mäusen verzieren? Die Japaner sind bei sowas irgendwie unverkrampfter.

Auf dem Platz vor dem Schrein hab ich mich gefühlt wie auf dem Weihnachtsmarkt. Da konnte man zahlreiche O- Mikuji (Schicksalsvorhersage) ziehen, diverse Glücksbringer kaufen und Amasake trinken. Ich habe zwei Mikuji gezogen, weil ich die Gimmicks dazu haben wollte (ähe) aber nachdem der erste Daikichi(großes Glück) und der nächste nur noch Kichi(Glück) verheißen hatte, hab ich lieber aufgehört. Ich werd hier noch abergläubisch.

                               
Man muss Mikuji usw.                                                     Ich versuche neuerdings, so viel wie möglich von diesen
nicht unbedingt bei den Miko oder                                Wunschtafeln zu fotografieren, um bei Gelegenheit mal
anderen Personen erwerben,                                        zu gucken, was die Leute sich so erhoffen. In Inage dominiert
teilweise liegen die einfach da                                      jedenfalls der Wunsch, Prüfungen zu bestehen, aber vllt ist der
und man steckt das Geld zum                                       Schrein hier auch dafür bekannt?
Bezahlen in einen Kasten. Das
würde bei und wohl nie funktionieren,
aber hier...

Es war auf jeden Fall sehr schön und sehenswert. Wir haben allerdings darauf verzichtet zu beten, denn die Schlange dafür hat jedes vernünftige Maß gesprengt. Und außerdem ist es irgendwie komisch, das als (atheistischer)Ausländer zu machen.

Current Location: hier
Current Mood: kopfschmerzig
Current Music: Tommy Heavenly

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Achja, das Jahr 2009. Der Vorsatz, wieder regelmäßiger zu schreiben, ging ja schonmal nach hinten los. Es is ja nich so, dass ich nix zu berichten hätte... Aber da ich gerade keine Lust zur Aufarbeitung der letzten zweieinhalb Monate habe(kommt schon noch...irgendwann), schreibe ich mal über das was ich heute(bei mir hier eigentlich schon gestern) gemacht habe. 
Und zwar war ich mit Martin beim Bunraku. Der Durchschnittsnichtjapanologe kann damit wahrscheinlich nichts anfangen, deshalb nenn ichs mal Puppentheater für Erwachsene mit gehobenem kulturellem Interesse (für Japaner unter 50 scheint es zumindest so interessant zu sein wie dem Gras beim Wachsen zuzusehen, nicht, dass es mir zum Besispiel bei Thomas Mann anders ginge). 
Dabei is das supertoll...aber dazu später. Wir hatten die Karten vorher im Internet bestellt und ich hatte schon Horrorvisionen vor den dort angekündigten Kartenautomaten, diese stellten sich dann jedoch als überaus kooperationsbereit heraus. Einfach Kreditkarte rein, Tickets raus. Da war bestimmt kein Windows drauf.
Ein bisschen underdressed kamen wir uns mit unseren Jeans schon vor beim Anblick all der kimonisierten Damen, aber in Tokyo komm ich mir eigentlich immer underdressed vor, also was soll's. Bei der Vorführung ist ja eh schummriges Licht ne.
Wir waren in dem Stück "Gonza der Lanzer" (Yari no Gonza Kasane Katabira). Eigentlich wollten wir in das Stück "Der Frauenmörder und die Ölhölle"(Onna Koroshi Abura no Jigoku), weil da eine sehr berühmte Szene drin ist, wo die Puppen im Öl rumplatschen(natürlich nur gespielt), aber die Karten waren schon ausverkauft. Das Stück war aber trotzdem sehr schön. Beim Bunraku gibt es einen Erzähler bzw. den Chor, der das Geschehen singend schildert bzw. kommentiert, dieser nennt sich Gidayu. Begleitet wird er die meiste Zeit von einem Shamisen- Spieler(fragt Wiki), in unserem Fall war auch in einer Szene ein Koto und in einer anderen mehrere Shamisen- Spieler dabei. Diese beiden oder mehreren befinden sich auf einer Drehbühne rechts von der Hauptbühne, wo die Puppenspieler walten und am Ende ihres Parts werden sie einfach *schwupps* weggedreht und neue erscheinen. Wirklich praktisch.
Die wichtigen Puppen werden von drei Leuten, weiniger wichtige von einem Puppenspieler, bedient. Im Fall von den drei Leuten sieht man aber nur den Hauptspieler, der den Kopf und den rechten Arm bedient, denn die anderen zwei haben vehüllte Gesichter. Der zweite bedient übrigens den linken Arm und der dritte die Beine. Um Hauptspieler zu werden, muss man laut Martin erstmal zehn Jahre die Beine und weitere zehn Jahre den linken Arm bedient haben. Dementsprechend ausgefeilt ist auch die Vorführung, die Puppen haben eine dermaßen reale Gestik, dass sie meiner Meinung nach locker mit menschlichen Schauspielern mithalten können. Und sie sehen echt toll aus.
Um nochmal auf die Kapuzenmännchen zurückzukommen, sie sind es, die die ganzen Details am Laufen halten und assistieren, einer hat die ganze Zeit über prägnant den Vorhang geöffnet und geschlossen, der hinter die Bühne führte, ein anderer hat immer die Klanghölzer bedient, die den Beginn eines Aktes ankündigen usw. Dabei ging es natürlich mit würdigem Ernst, fast militärisch korrekt, zu.
Der Grund, warum ich jetzt "schon" drüber schreibe, ist dass ich noch relativ viel von der Handlung im Kopf habe und das ausnutzen möchte also fang ich am besten mal an...
 
Gonza und O-sai

Achja von der Handlung hab ich überhaupt nur so viel verstanden, weil es im Theater wunderbare Ohrstecker mit einer parallel laufenden englischen Zusammenfassung zum Ausleihen gab. Die gibt's glaub ich auch auf japanisch, obwohl während des Stücks Untertitel an die Wand geworfen werden, aber ich wusst so schon immer nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte, ist einfach so viel los bei Bunraku.
Aber zurück zum Stück. Gonza, quasi der Titelheld, ist ein ganz toller Hecht. Er ist DIE Verkörperung des männlichen Ideals und wegen seiner äußerlichen Vorzüge wird er sowohl von Frauen als auch von Männern bewundert. [O-Ton;)]
Und so reitet er ganz harmlos an irgendnem Strand entlang, wo er aber, sein Pech, von einem Mädel(O-yuki) abgefangen wird, mit dem er schon "geheime Nächte verbracht" hat. Zu seinem Unglück entstammt das Mädel einem angesehenen Samurai- Haus und ist nicht sonderlich erpicht darauf, als leichtes Mädchen verschrien zu sein, weshalb er von ihr und ihrer Dienerin belagert wird, sie zu ehelichen(O- yuki, nicht die Dienerin). Er versucht zwar, sich aus der Affäre zu ziehen, ABER sie hat ihm schon einen Gürtel mit ihren beiden ineinander verschlungenen Familienwappen bestickt(der spielt noch ne Rolle) und so verspricht er ihr also die Heirat. Hier ahnt man schon, dass der Gute ein ziemlicher Hannsdampf ist. 
Auftritt O- yukis Bruder Banjou(?). [O- yuki verzieht sich flott, Brüderchen muss nicht wissen, mit wem sie so verkehrt*zwinker zwinker*] 
Der Banjou ist ein großmäuliger Arsch (ich mochte ihn sofort).  Und er führt nen persönlichen Felzug gegen Gonza, weil der in allem besser ist als er. Zum Beispiel in der Teezeremonie, wo sie zusammen Unterricht bei O-sais(Name merken) Mann haben. Aber auch im Reiten. Das stellt der Gonza auch gleich noch mal klar, als der Banjou ihn zu nem Wettrennen auffordert, im Verlaufe dessen er(der Banjou) vom Pferd fällt und gegen nen Baum kracht(wobei er Glück hatte, dass es damals noch keine BMWs gab, das hätte schlimmer ausgehen können).
Auftritt O- sais Papa. Der sucht die beiden Teeschülerchen, weil der "junge Herr", also ihr Fürst, bald heiraten will und sich überlegt hat, es wär schön da ne Teezeremonie zu haben. Aber nicht irgendeine, nein. Es muss natürlich eine nach voll geheimem Ritual sein, das nur der Mann/die Familie(?) von O- sai kennt. ABER der is grad nicht da. Was machen wir also, wir fragen natürlich seine Schüler. Banjou selbstverständlich gleich: "Her damit. Kann ich , mach ich, keine Diskussion." Als Erklärung für seinen Zustand gibt er übrigens an, "auf unpassende Weise vom Pferd abgestiegen zu sein". Ja Leute wie er fallen nicht vom Pferd.
Jedenfalls is der Gonza lieb und bescheiden...bäh
Danach stiefelt er jedenfalls gleich mal zu O- sai, um die geheime Verfahrensweise dieser unglaublich tollen Teezeremonie in Erfahrung zu bringen. Die zerrt ihn gleich mal in ihre gute Stube, weil sie sich in den Kopf gesetzt hat, ihn mit iher 13- jährigen Tochter zu vermählen, er ist übrigens 25, das nur nebenbei. Das Mädel will die Hochzeit gar nicht, er ist ihr zu alt, aber wie manche Mütter so sind...
Im Endeffekt ist die gute O- sai auch irgendwie selber scharf auf ihn, naja. Wo war ich... Ah ja sie schlägt also vor, dass er ihre Tochter heiratet, um damit ganz legitim ein Familienmitglied zu werden, was ihn berechtigt, die supergeheimen Teezeremonieschriften anzusehen. Er willigt also ein, aber da das ganze nicht soo einwandfrei ist verabreden sie sich für die Nacht im Garten, damit er die Schriften heimlich studieren kann. Als das abgemacht ist, kommt die Dienerin von O- yuki vorbei und Gonza schleicht sich durch die Hintertür raus. Die Dienerin will irgendwas von O- sai (was ist nicht weiter wichtig), aber O- sai hat was gegen O- yuki, weil ihr Brüderchen ihr unziemlich aAvancen gemacht hat (Zickenterror). Jedenfalls plaudert die Dienerin aus, dass sich O- yuki mit Gonza verlobt hat, woraufhin bei O- sai mehrere Sicherungen durchbrennen vor Eifersucht. Tjaja diese Schwatztanten immer ;)
Also nachts im Garten. O- sai hat sich wieder ein bissel gefangen und so sitzen Gonza und sie im Teehaus und brüten über den Schriften. Womit sie natürlich nicht rechnen konnten, ist, dass Banjou mit seinem brillianten Intellekt einen Plan ersonnen hat, um in der Abwesenheit von O- sais Gatten endlich seine Angebetete zu erobern. Der Plan sieht übrigens so aus, bei ihr einzubrechen, in ihr Bett zu kriechen und sie so lange seiner Unwiderstehlichkeit auszusetzen bis sie nachgibt[O- Ton]. Nunja er is nicht der Hellste.
Auf jeden Fall bohren er und sein Diener mit einem Fass einen Tunnel in die Hecke und was sehen sie?
Schatten (männlich und weiblich) im Teehaus! Woah da muss man doch gleich mal hinter die Ecke vom Häuschen kriechen und sich die Sache genauer ansehen. Sehen tun sie dann hauptsächlich, wie die Gürtel des Pärchens aus dem Teehäuschen fliegen... War aber alles ganz anders. O- sai ist vor Eifersucht durchgedreht, als sie Gonzas bestickten Gürtel erblickt hat und deshalb haben sie sich gefetzt und...
Unser Freund Banjou ergreift natürlich die Gelegenheit, schnappt sich die Gürtel und rennt damit weg, wobei er verkündet, dass die beiden Ehebruch begangen haben. Gonza dreht daraufhin durch und metzelt Banjous Diener nieder. Dann will er sich am liebsten gleich selbst massakrieren, aber O- sai hält ihn auf und im Endeffekt flüchten sie durch das Loch im Tunnel unter dem Motto: Dann machen wir's eben wahr. SELBSTVERSTÄNDLICH tun sie das nur, um O- sais Ehemann die Chance zu geben, sie hinzumetzeln und damit seine Ehre wiederherzustellen. Der arme Kerl. Taucht nur auf, um rauszufinden, dass seine Familie in Trümmern liegt, aber zumindest ist er so freundlich, der Familie seiner Exfrau nichts nachzutragen. Selbige Familie hat bereits die Besitztümer ihrer verderbten Tochter wieder in Empfang genommen und verbrannt. O- sais Bruder hat sich dadurch nützlich gemacht, Banjou zu töten und seinen Kopf im Familienanwesen rumzuschwenken und dann zieht er mit seinem Exschwager los, das flüchtende Pärchen zu verhackstücken.
Was sie denn auch tun. Ehre wiederhergestellt.
ENDE
Wie man vllt merkt, hat mich das Stück ziemlich mitgerissen ähem. Ist aber auch zu toll, wie die Spieler mit den Puppen umgehen.

Nach dem Theater wollten wir nicht gleich wieder heimfahren, so oft fährt man schließlich auch nicht nach Tokyo rein und so sind wir zum Rathaus in Shinjuku und darin zum 45. Stock hochgefahren. Der Fuji- san war leider in Wolken versunken... Martin meinte, er ist zu schüchtern, um sich zu zeigen. Was ein Zitat aus nem Film ist, ja.(Doris Dörrie: 'Kirschblüten - Hanami')
 


Leider kommt man mit dem Besucherfahrstuhl nicht in den Digimonforschungsbereich, aber der Blick war trotzdem schön.



Stadt, so weit das Auge reicht. Das Grüne im linken Bild ist der Yoyogi- Park, bei dessen Anblick wir spontan entschieden, dort hinzulaufen und uns noch den Meiji- Jingu anzuschaun.






Und da ist er auch schon.

Danach sind wir noch ein bissel durch Kabuki- chou gelatscht... Gegen halb acht waren wir aber auch schon zu Hause. War trotzdem hundemüde. Ich hab dann gemerkt, dass nicht mehr viel geht, als mich die Verkäuferin bei Saty dreimal fragen musste, ob ich Wegwerfstäbchen zu meinem Suchi will. "Brauchen Sie Stäbchen?" "Häh?!" "Brauchen Sie Stäbchen?" "Wer? Wo? Was? Wie?"
"vor meinem Gesicht Stäbchen schwenk*"Stähäbchen." "Ah so ja, nee."
Hab dann von um zehn bis um zwölf gepennt und dann angefangen, diesen Beitrag zu schreiben und jetzt isses schon drei durch oO
Hossa, naja sind ja Ferien.*gäähn*

Current Location: wer?was?wo?wie?
Current Mood: tired tired

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Zum Jahreswechsel bin ich mit Tofu und Martin nach Tokyo reingefahren, wo wir uns dann mit Alex und seinem Kumpel Sebastian getroffen haben. Ihr Hotel war in Roppongi, schräg gegenüber einer Tierhandlung, die doch tatsächlich ein Totenkopfäffchen im Angebot hatte oO Ist das nich irgendwie verboten? nAjA
Tofu hatte diesen interessanten Tempel ausgesucht, wo jedes Jahr Luftballons mit Wünschen in den Himmel geschickt werden und dessen Namen ich immer vergesse. War es Soujouji? Jedenfalls fast direkt neben dem Tokyo Tower.

   Hübsch nicht?

Wir haben übrigens keine Luftballons mehr bekommen, weil wir keine Lust hatten, 5 Stunden vorher da zu sein. War aber trotzdem schön. Ich hätte eh nicht gewusst, was ich mir hätte wünschen sollen... Hätte bestimmt nur Blödsinn drauf geschrieben. Wir haben auch wieder mal ein paar nette Ausländer kennengelernt. Sebastian hat sich bei den japanischen Alkopops ziemlich rangehalten und so kam es später zu diversen "spritz Getränke über arglose Japaner"- Zwischenfällen, aber war alles halb so wild. Nachdem wir am Tempel den Jahreswechsel  begangen hatten, sind wir nach Ueno ins Hard Rock Cafe gefahren. Und was läuft dort neben Metallica, Tool und wie sie alle heißen? Tokio Hotel! Auf Englisch! Und was noch schlimmer ist, auf Englisch klingen sie gar nicht mal sooo schlecht. Was jetzt nicht heißen soll, dass ich zum Fan geworden wäre... SYBILLE! KREISCH humhum
Das Essen und die Getränke waren jedenfalls sehr gut, was will man mehr?
Gegen 6 Uhr sind wir dann heimgekommen und was mich angeht, so hab ich denn bis um 2 Uhr nachmittags gepennt.
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Joah Weihnachten ne. Zumindest aus deutscher Sicht. Hier in Japan dreht sich natürlich alles um den jährlichen Geschenkebringer (nein der heißt nicht wirklich so, das ist ein Simpsons- Zitat). Hauptziel des Festes für junge Menschen ist, sich ein Date zu organisieren und mit diesem einen draufzumachen. Dementsprechend werden gewisse Gebiete mit gefühlten 20 Milliarden Lichterketten dekoriert, um eine romantische Atmosphäre zu schaffen.

Wir haben unsere eigene kleine Weihnachtsparty veranstaltet, wobei das Konzept darin bestand, dass jeder was zu essen mitbringt, wir ein paar beschauliche Stunden verbringen und dann Richtung Tokyo zum "Illumination"- Angucken fahren. Ich hab für die Gelegenheit Kartoffelsalat gemacht.


Und das isser. Nett, oder? Der Paprikastern.

Als wir denn alle in Andreas Zimmer versammelt waren sah's so aus:

              

Wir haben denn auch Stunden gegessen und gegessen und gegessen...
Weihnachten halt.

In Shinbashi, wo wir uns dann die Beleuchtung angeschaut haben sah es so aus:

         

                     

Obwohl es alles in allem sehr schön anzuschauen war, war es mir einfach zu kitschig und irgenwie auch nicht so richtig weihnachtlich. Bin aber auch voreingenommen. Die Herrschaften Rentier im Bild unten rechts haben fleißig Luftballons verknotet... und getanzt (fragt nicht). Der Rudolph hat ständig "Ho ho ho" gerufen und versucht, Stimmung zu machen, ich glaube, irgendjemand hat da irgendwo was missverstanden. Ich frage mich ernsthaft, wieviel Koks man braucht, um sowas durchzustehen... Nüchtern wirkten die jedenfalls alle nicht. Wir alle haben die Hoffnung geäußert, dass die Leute für diesen Sch***job wenigstens gut bezahlt werden, aber das Event wurde von McDonald's gesponsert...naja. Am Ende tauchten dort sogar TV- Teams auf, wobei ich denke, dass die hauptsächlich wegen Anpanman da waren, der kam nämlich auch und wurde augenscheinlich interviewt. :)
Für alle, die damit nix anfangen können:


Das runde Etwas in der Mitte ist Anpanman. In Shinbashi war er natürlich in Kostümform mit menschlichem Kern.

Wir sind dann auch wieder heim und haben weiter gegessen und uns Weihnachtslieder auf Youtube reingezogen.
Auf jeden Fall nicht das schlechteste Weihnachtsfest, auch wenn gewisse Dinge doch fehlen. Die geschmückten Weihnachtsbäume in den Fenstern der Wohnhäuser, die Lichter (die meisten normalen Wohnhäuser sind entweder gar nicht geschmückt oder völlig verkitscht). Und schlicht dieses unterschwellige Gefühl, dass es für alle ein besonderer Tag ist. Ich glaub, ich kann das schlecht erklären.
Naja jedenfalls Frohes Fest an alle.

Current Location: beim alljährlichen Geschenkebringer
Current Mood: grinchy
Current Music: A Nightmare Before Christmas ST

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  THIS. IS. JAPAAAAAN!!!!!!!!
Man erkennt es auf dem Foto vielleicht schlecht, aber das ist ein 300- Bär. Nicht zu verwechseln mit dem Ulkbären oder dem Dark Knight- Bären. Ist es nicht toll, was man hier alles für Gimmicks bekommt? Hab mir für diesen Bären extra ne Pepsi Zero gekauft.

Heute ist es mal wieder so regnerisch, da dachte ich, ich könnte ja mal wieder schreiben. Um auf den japanischen Wähnsinn zurückzukommen... wo soll man da anfangen? Nicht dass die Japaner unbedingt schlimmer wären als die Deutschen... aber nehmen wir mal zum Beispiel Pachinko. Dazu muss man eigentlich nix weiter sagen, denn Pachinko hat keinen Sinn (zumindest aus meiner Sicht). Ich versteh einfach nicht, was daran Spaß machen soll, aber wer's mag. Wenn ich hier was zu sagen hätte, würde ich 98% der Pachinko- Höllen abreißen und stattdessen Kinos hinbauen. Da bekommt man wenigstens was für sein Geld. Es gibt noch viel mehr Absurditäten aber irgendwann bemerkt man sie gar nicht mehr. Bin ich schon so abgestumpft? Ja.
Ach wieso gibt man um Weihnachten rum nur immer so viel Geld aus? Hab mir heut ne DVD gekauft, hauptsächlich um zu sehen, ob der DVD- Player an meinem TV funktioniert. Jetzt bin ich stolze Besitzerin von "Dark Knight" auf Japanisch und Englisch. Boah hatte ganz vergessen, wie furchtbar Maggie Gyllenhaal diesen Film verunstaltet. Man verdrängt wohl wirklich die schlechten Erfahrungen. Wie kann die Frau nur so nen niedlichen Bruder haben?

Heut war wieder Mittwochsveranstaltung und zwar diesmal Teezeremonie. Obwohl wir letztendlich längere Zeit mit Furoshiki (Allzwechtüchern) zugebracht haben. Diese Tücher einfach Tragetücher zu nennen, wird ihnen nicht gerecht. Denn anscheinend kann man aus drei Tüchern auch eine Arbeitsjacke schneidern und wenn man derer überdrüssig wird, macht man Putzlappen draus... Oder man faltet aus gerade nicht benutzten Tüchern origamimäßige Kunstwerke...



Wir wurden jedenfalls mit Tee und Süßigkeiten gefüttert.                        Jackie und Indhri, laut Jackies Meinung ist er der Süßere
                                                                                                                              auf dem Foto...

Achja heut war unser Halbzeittest im Japanischunterricht. Ich war irgendwie viel zu früh fertig... aber ich hab auch nicht wirklich über die Fragen nachgedacht... wird schon irgendwie. Es muss, hab schließlich wegen dem Test extra auf die dienstägliche Sauftour mit dem Deutschkurs verzichtet. Trotzdem hab ich nicht so viel und gut geschlafen wie ich gehofft hatte. Erstmal hab ich am frühen Morgen nen tierischen Krampf in der linken Wade(wo auch sonst) bekommen. Und dann hab ich nur Mist geträumt. Nebenbei bemerkt "Why so serious?" wird in japanischer Synchro nicht wirklich getroffen... Wie einige andere Dinge. Wahrscheinlich bin ich auch voreingenommen.


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